Bienenweide – jetzt ist die Zeit dafür …

Ihr möchtet den Wild- & Honig-Bienen ein wenig helfen? Dann sorgt doch für eine noch größere Vielfalt an Nistplätzen für Wildbienen sowie möglichst viele Nektar- und Pollenspender in eurem Umfeld!

Bienenweide Ohne Garten

Wenn ihr keinen eigenen Garten habt, bleiben als Möglichkeiten eurer Balkon, der Grünstreifen vor dem Haus oder Brachflächen in eurer Nähe, die bunter und grüner werden können  …

Ringelblumen im Dezember 2015
Ringelblumen im Dezember 2015

Bienenweide auf dem Balkon

Statt Geranien oder Margeriten, die den Bienen wenig oder gar keinen Nektar spenden, empfehlen wir auf dem Balkon Kräuter anzubauen: Lavendel, Thymian, Minze, Salbei, Schnittlauch, Ysop oder Zitronenmelisse … viele unserer normalen Küchenkräuter sind optimal für die Bienen und sorgen auch für frische Vielfalt in der Küche. Aber auch Pflanzen wie die Ringelblume oder der „Bienenfreund“ machen sich gut im Balkonkasten. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass diese Pflanzen oft nicht ganz so empfindlich bspw. auf Hitze oder Trockenheit reagieren und somit die Extreme auf dem Balkon besser aushalten …

Bindenweide auf dem Grünstreifen vor dem Haus

Oft werden die Naturreste vor und zwischen den Häusern eher langweilig angelegt: Pflegeleichte Bäume, Grasflächen und vlt. noch mal hier und da ein Strauch. Nehmt doch diese Flächen selbst in Pflege …. eine Ecke hier, in der auf einmal Ringelblumen wachsen … ein paar Stauden Sonnenhut dort, mit Kräutern bepflanzte Baumscheiben… unsere Möglichkeiten, die Bienenweide zu verbessern sind schier unendlich. 😉

Tip: Ich sammle bspw. sehr oft die Samen von Blumen oder anderen Pflanzen die mir gefallen und lasse diese dann an strategisch günstigen Stellen fallen. Eine Handvoll Ringelblumensamen hier und dort verteilt und innerhalb weniger Jahre blüht es an allen Ecken … 😉

blumenwieseBienenweide auf Brachflächen

Auch dauerhafte Brachflächen in der Umgebung eignen sich für die Verbesserung der Bienenweide, obwohl diese Flächen schon von sich aus oftmals sehr gute Bedingungen haben. Auf den Brachen liegt Totholz und Gestrüpp, es finden sich Kieshaufen die keinen interessieren und die Natur wird meist sich selbst überlassen – Super!! Trotzdem könnt ihr auch hier – im Rahmen des Legalen –  die Natur unterstützen. Wie wäre es mit ein paar Seedbombs, die über den Zaun geworfen werden? Wie man die Samenbomben bastelt erfahrt ihr hier: Bienenweide – Samenbomben selber basteln Eine andere Möglichkeit ist bspw. Stecklinge von Mandelweiden oder anderen Insektenfreundlichen Pflanzen wie Ebereschen, Schlehen, Felsenbirne u.ä, zu vermehren und auf oder an Brachen zu verteilen … habt ihr eine Mandelweide in der Umgebung? Dann ist es ganz einfach: Einfach ein 10-15 cm langes Steckholz schneiden, an einer halbwegs feuchten Stelle in den Boden stecken und fertig … innerhalb weniger Monate habt ihr dort eine kleine Weide angesiedelt, die schon im zweiten Jahr unseren Bienen viel Pollen und Nektar zur Verfügung stellt. Auch Monokulturen wie einen reinen Kiefernwald kann man so aufwerten. Leider ist die Grenze des Erlaubten oft unklar und schnell überschritten … fragt im Zweifel lieber den Besitzer oder Verwalter einer Fläche, ob ihr ihn bei der Verbesserung der Bienenweide unterstützen dürft und macht nix unüberlegtes. 😉

Bienenweide im Garten verbessern

Die Tipps die ich weiter oben zusammen getragen habe, gelten natürlich auch für den eigenen Garten, nur hier seid ihr die Besitzer und könnt nach Herzenslust die Bienenweide verbessern. Nur an Sprüche der Nachbarn müsst ihr euch gewöhnen. Einer meiner Nachbarn will z.B. ständig, dass ich Pflanzen, die in seinen Augen nur Unkraut darstellen und in einem Garten nichts zu suchen haben, entferne … in meinem Garten blüht es aber immer irgendwo, wo seiner leider nur eine Brache ist … also einfach freundlich ignorieren, wegmerkeln sagt man wohl neuerdings  😉

Was habe ich in meinem Garten getan?

Grasflächen zu Blühflächen

Mein Garten hatte einen tollen Rasen als ich ihn übernahm und die ehm. Besitzering versteht nicht wirklich, warum ich den Rasen so „verloddern“ lasse. Nur durften bei ihr nicht mal die Monokulturgräser blühen … Gänseblümchen wurden ausgemerzt, Löwenzahn und Nessel ausgestochen … nun ja, dass gibt es bei mir alles nicht. 😉 Es wurde vertikutiuert und an manchen Stellen die Grasnarbe aufgerissen und großzügig Samen verteilt … dazu wird die Fläche sehr selten gemäht, Blühränder stehen gelassen, niemals gedüngt und der Schnitt entfernt um den Boden auszumergeln. Im Sommer wird nur bei allergrößter Trockenheit mal zum Wasserschlauch gegriffen und schon jetzt, nach nur zwei Jahren hat sich aus der monotonen Rasenfläche eine Vielfalt an niedrig wachsenden Blumen und Kräutern gebildet, an deren Rändern Schafgarbe, Löwenzahn, Beifuss und Brennessel wachsen … und fast den ganzen Sommertag über finden sich Schmetterlinge, Hummeln und Wildbienen ein.

Hecken- und Beerensträucher pflanzen

Unser Garten wird nach und nach mit Hecken eingefasst. Es macht den Garten zwar etwas kleiner, dafür schaut man aber irgendwann nicht mehr auf blöde Zäune …  Für Hecken eignen sich alle Arten von Sträuchern, kleinen Bäumen und hochwachsenden, mehrjährigen Stauden.  Je nach Nachbarschaft, muss die Hecke dann ab und an eingekürzt werden, bietet aber trotzem dann Vögeln und Insekten Nahrung, Nistplatz und Versteck.

Blumen in tote Ecken 

In meinem Garten gab es einige „tote“ Ecken … nur Efeu oder Kriechwacholder wucherten hier. Der Efeu – auch eine gute Bienenweide aber ein (für mich) scheußliches Gewächs, dass in einem Garten alles kaputt und zuwuchern kann – wurde auf ein erträgliches Mass eingedämmt und davor Bienenweide aus dem Fachhandel ausgesäht … na ja, im Prinzip auch wie der Tipp oben … eine Handvoll Samen hier, eine dort. 😉

Fazit:

Jetzt ist die Zeit, in der wir die Bienenweide für dieses Jahr noch maßgeblich verbessern können … also raus und Blühwerk verteilt! Bilder folgen noch … 😉

 

Linktip: Liste Bienenfreundlicher Pflanzen (PDF)

Bienen-Fotos

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