Ist der Winter zu warm für unsere Bienen? 

Bisher war der Winter nicht wirklich kalt … Es gab ein paar Nächte mit Minugraden, aber im Schnitt war es viel zu warm. Der Deutsche Wetterdienst spricht gar von wärmsten November seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Für unsere Bienen ist dies gar nicht soooo gut. Ist es zu warm, bleiben die Bienen aktiv und ziehen sich nicht zur Wintertraube zusammen … Die Königin geht nicht aus der Brut. Dadurch wird viel mehr Futter verbraucht als in kalten Wintern und da die Bienen aktiver sind und ab und an ausfliegen, werden aus den langlebigen Winterbienen kurzlebigere Sommerbienen. Durch die Brut und die feuchte Witterung bleibt viel Feuchtigkeit in dem Bienenstöcken und in Verbindung mit den relativ hohen Termperaturen herrschen damit beste Bedingungen für Parasiten und Krankheitserreger… 
Bei der letzten Kontrolle vornehm paar Tagen, ist mit mein „Schwächling“ wieder aufgefallen. Nur wenige Bienen bevölkerten die Wabengassen … Alles in allem waren vielleicht maximal drei Wabengassen besetzt – viel zu wenig. Sollte – wie in den letzten Jahren – der Winter dann im Januar/Februar kommen und bis weit in den April reichen, wird es sehr eng für die Völker, zu wenig Bienen um das Brutnest zu wärmen und evt. dann auch zu wenig Futter. Hier muss ich darauf achten, dann zeitig zuzufüttern oder sogar eine Notfütterung im Februar/März einplanen. Erst einmal bin ich gespannt, ob es noch ein wenig kälter wird, die Oxalsäurebehandlung steht an, in allen Völkern findet sich  aber noch Brut…. 

Bienen-Fotos

3 Kommentare

  1. Bei uns in NRW/Essen die selbe Situation. Es herrscht reger Flugbetrieb, Drohnen sind zu beobachten, und im Gemüll sind viele Brutzelldeckel zu finden. Eine Oxalsäurebehandlung werden wir wohl erst gar nicht vornehmen. Bei den Temperaturen tät’s sogar noch Ameisensäure…. Aber der Varroadruck ist in unserer Region erfreulich gering, sodass eine dritte Behandlung IMO unnötig ist. Ein großes Problem dürfte in der Tat das Futter werden. Wer üppig eingefüttert hat, nicht kniepig war und gar noch Futterwaben auf Reserve hat, dürfte das gut kompensieren können…. winterlichen Gruß aus Essen!

  2. Danke für deinen Kommentar – mir als Jungimker bleibt ggf. nur die Notfütterung. Mal sehen, die einen empfehlen warmes Zuckerwasser, die anderen Futterteig … Ich werde mich wohl für den Futterteig entscheiden. Man könnte die Königin jetzt auch für 2 Wochen käfigen, so dass das Volk brutfrei wird. Aber das hört sich nicht artgerecht an … VG Christian

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