Schweizer Studie: Zwei Insektizide bringen unsere Bienen in Gefahr

Wie verschiedene Medien berichten, gibt es eine neue Studie in der Forscher des Instituts für Bienengesundheit der Universität Bern, der Agroscope, das Kompetenzzentrum des Bundes für landwirtschaftliche Forschung in der Schweiz und der kanadischen Acadia Universität untersucht haben, wie zwei Insektizide aus der Gruppe der Neonikotinoide auf die Fortpflanzung von Bienenköniginnen wirken.

Das Ergebnis: Die von den Forschern „untersuchten Tiere hatten vergrösserte Eierstöcke, konnten weniger Spermien männlicher Bienen speichern und waren weniger erfolgreich beim Eierlegen. [sic] «Die Ergebnisse zeigen, dass diese Chemikalien Königinnen schädigen und dadurch für die Verluste von Bienenvölkern mitverantwortlich sein können»“ Quelle: srf.ch

Wird die Königin geschädigt und kann dann nicht ausreichend Eier legen, wird das gesamte Bienenvolk geschwächt. In Folge abnehmender Legeleistung kann sich das Bienenvolk entscheiden umzuweiseln, d.h. eine neue Königin nachzuziehen. In dieser Zeit ist aber nicht nur die Honig- sondern auch die Bestäubungsleistung der Bienen herab gesetzt. Sind mehrere Königinnen geschädigt, kann es auch sein, dass es das Bienenvolk bis zum Winter nicht mehr schafft eine überlebensfähige Größe aufzubauen. Zu kleine Völker oder Völker mit geschädigten Bienen überleben dann den Winter leider nicht.

Spannend ist die Haltung des Konzerns der die Pestizide herstellt: Zitat bernerzeitung.ch „In Erklärungsnot dürfte die Studie jedoch den Agrarchemiekonzern Syngenta bringen, den Hersteller von Thiamethoxam. Laut Experten machte das Insektengift vor 2013 rund 10 Prozent des Syngenta-Umsatzes aus. Gemeinsam mit den deutschen Konzernen Bayer und BASF hat das Basler Unternehmen daher bei der EU-Kommission gegen die Pestizidverbote geklagt.“ Quelle: bernerzeitung.ch

Hier geht es zu den beiden zitierten Artikeln:

  1. Pestizide machen Königinnen der Bienen weniger fruchtbar
  2. Studie: Zwei Insektizide bringen Bienen in Gefahr

 

Bienen-Fotos

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