Varroabekämpfung – Wie gefährlich ist Ameisensäure wirklich? 

Heute habe ich mit der endgültigen Varroabehandlung begonnen und das erste Mal mit Ameisensäure hantiert. Auf der Packung stand etwas von säurefesten Handschuhen, Schürzen, Stiefeln und einer Schutzbrille, die man unbedingt tragen müsse und das die Anwendung auf eigene Gefahr erfolgt. Na gut … Ich hab dann trotzdem ohne all die Schutzmittel hantiert und die Nassenheider Verdunster so befüllt und in die Beuten gestellt …

Na ja – jetzt am Abend dachte ich so über den Tag nach und kam auf die Frage: Wie gefährlich ist Ameisensäure wirklich? Wie aggressiv ist Ameisensäure? Machen all die Hinweise Sinn oder ist das übertriebene Absicherung des Herstellers?

Eine erste Einschätzung fand ich hier: http://www.chemieunterricht.de/dc2/tip/06_05.htm (insbesondere der letzte Absatz ist für Imker interessant)

Also schon nicht ganz ungefährlich und vor allem nach längerer Lagerung sollte mit Ameisensäure vorsichtig umgegangen werden, da Explosionsgefahr und dabei Verätzungsgefahr besteht …

Aber auch für die Bienen ist die Ameisensäure sicherlich nicht ungefährlich. Ich habe mehrere Imker im neuen Imkerbekanntenkreis, denen bei den hohen Sommertemperaturen Anfang August die Völker nach der ersten Varroabehandlung weggestorben sind oder zumindest stark dezimiert waren …

Im Internet habe ich dann einen Artikel aus dem Jahr 2005 gefunden, dessen Fragen auch heute sicherlich noch berechtigt sind: Säureattacken am Bienenvolk

Was ist die Alternative? Thymolstreifen?

Da mir die Behandlung mit Ameisensäure nicht wirklich zusagt, ich als Anfänger und Jungimker aber noch sehr unerfahren bin, hoffe ich im kommenden Jahr andere Imker zu treffen, um mich mit ihnen auszustauschen ind deren Betriebsweisen kennen zu lernen …

Soweit ich es überschauen kann, ist in großen Imkereien mit 300+ Völkern die klassische Ameisensäurebehandlung zu aufwendig und kaum vernünftig und ökonomisch in die Völkerführung zu integrieren … Hier lese ich immer wieder von Thymolstreifen, die eingelegt werden und dann bis zur Frühjahrsdurchsicht im Volk verbleiben …

Da ich aber auch wesensgemäß Imkern will – also mit Repekt für den Bien – suche ich noch nach Alternativen – interessant ist der schon etwas ältere Artikel aus dem Jahr 2002: Ökologische Bienenhaltung – aber so richtig fündig bin ich noch nicht geworden …

Bis ich die Lösung für mich gefunden habe, kaufe ich mir also säurefeste Handschuhe und eine Schutzbrille und halte auch Wasser bereit und mich an die Hinweise der Bieneninstitute – beschrieben im PDF: Varroa unter Kontrolle

Wie handhabt ihr die Varroabekämpfung? Welche Gedanken oder Erfahrungen habt ihr?

Update 09.09.2015: Weitere Gedanken zur Varroabekämpfung findet ihr hier!

Bienen-Fotos

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