Zulassung von Imidacloprid in Kanada auf dem Prüfstand

Wie die Bienen-Nachrichten berichten, überprüft die Kanadische „Health Canada’s Pest Management Regulatory Agency“ (PMRA) Pestizide bevor sie in den Handel gelangen und bewertet sie neu, wenn sich neue Erkenntnisse ergeben. Dies war nun beim Pestizid Imidacloprid der Fall.

Imidacloprid, dessen Gefährlichkeit für Hummeln und Bienen nachgewiesen ist, findet sich in vielen Schädlingsbekämpfungsmitteln die es bspw. auch im Baumarkt gibt. So finden sich in vielen Produkten mit dem Namen „Schädlingsfrei“, „Zierpflanzenspray“ oder bspw. in s.g. „Combistäbchen“ oder in „Combigranulat“ der Wirkstoff Imidacloprid. Viele Gartenbesitzer schädigen damit die Wild- & Honigbienen in ihren Gärten, denen sie eigentlich helfen wollen und für die viele spezielle Insektenhotels aufstellen. Aber auch in der Landwirtschaft wird Imidacloprid eingesetzt.

In Kanada jedenfalls bedeutet die Neubewertung von Imidacloprid, dass für im Moment für den kommerziellen Einsatz in der Landwirtschaft zugelassen ist, dass möglicherweise Einschränkungen gegenüber der bisherigen Zulassung bis (theoretisch) hin zum vollständigen Verbot drohen.  Mehr Informationen finden sich im Artikel: „Kanada überprüft Zulassung von Imidacloprid

Wie ist die Situation in Deutschland? Seit 2013 hat die EU-Kommission die Verwendung der neonicotinoiden Wirkstoffe Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam in Pflanzenschutzmitteln stark eingeschränkt und im kommenden Jahr (2017) steht eine Neubewertung durch die EFSA, die „Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit“, an. Auch in Europe stehen die als bienengefährlich eingestuften Neonicotinoide auf dem Prüfstand.

Zehn interessante Fakten zu den Neonicotinoiden finden sich auf den Seiten von agrarheute.com im Artikel: „Zehn Fakten zu Neonicotinoiden“ – weitere Informationen zu Imidacloprid im entsprechenden Artikel auf Wikipedia: Imidacloprid

Bienen-Fotos

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